Das Gebäude, entworfen vom Büro Kastner Pichler Architekten, wurde gemäß dem geltenden B-Plan in einer Bauweise mit Fassaden aus Ziegelstein gestaltet. Die Bauweise leitet sich u.a. aus der unter Denkmalschutz stehenden Nachbarbebauung (Industriegebäude wie Kesselhaus, Magazin und Wasserturm) ab. Die Fassade der neuen Sporthalle gliedert sich in große, über die gesamte Breite des Gebäudes reichende Verglasungen, die sich auf der Nord- und Südseite mit gleich hohen Ziegelflächen abwechseln. Auf der Ost- und Westseite befinden sich die Verglasungen auf Höhe des Eingangs- bzw. Spielfeldebene.
Die ursprünglich geplante Fertigstellung im Sommer 2023 musste aufgrund zahlreicher unvorhergesehen Ereignisse und Probleme immer wieder verschoben werden. So sorgten mehrere Bombenfunde für zeitliche Verzögerungen. Mehr als 70 Gewerke mussten durch das Team der Technischen Abteilung des Sportparks im Rahmen des Bauvorhabens vergeben und beauftragt werden. Die Koordination auf der Baustelle erfolgte durch den leitenden Architekten.
Die voraussichtlichen Gesamtkosten betragen gemäß der aktuellen Vorlage rund 19,73 Mio. Euro. Die Halle ist als Mehrzweckhalle für Sport-, Schul- und sonstige Veranstaltungen für bis zu 600 Personen geplant. Auf der ausfahrbaren Tribüne können bis zu 280 Personen die Wettkämpfe verfolgen. Das Augenmerk richtet sich dabei auf die hauptsächlich stattfindende schulische Nutzung durch das Landrat-Lucas-Gymnasium. Außerhalb der schulischen Nutzung wird die Dreifachsporthalle auch den sporttreibenden Vereinen zur Verfügung gestellt (in der Woche jeweils von 18.00 bis 22.00 Uhr). Die Halle wird zudem die Heimspielstätte der Wings, die dort samstags ihre Heimspiele durchführen.
Für den Trainingsbetrieb verfügt die Halle über diverse Besonderheiten. So können im Bereich hinter den Tribünen im 1. OG auf einer eigens verlegten Tartanbahn (50 m) Sprintübungen durchgeführt werden. Zudem befindet sich im 1. OG ein großer Besprechungsraum sowie ein Kraftraum und weitere speziell ausgestattete Bereiche für das Krafttraining. Auf dem Hallenboden (Sportparkettboden) lassen sich mehrere Fechtbahnen (Planche) aufbauen. Insgesamt hat die Halle eine bespielbare Grundfläche von 1.410 qm.
Die Halle wird an das öffentliche Fernwärmenetz angeschlossen. Die Lüftung der Halle und der Nebenräume wird über autarke Anlagen gesteuert, die Einheiten zur Wärmerückgewinnung enthalten. Der Energiebedarf wird u.a. über dezentrale Luft/Luft-Wärmepumpen abgedeckt. Diese werden von einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach nebst entsprechenden Stromspeichern ergänzt.