Eröffnung der neuen Sporthalle am Helmholtz-Gymnasium als NRW-Sportschule

Ab sofort können talentierte Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler in Bielefeld noch besser trainieren. In Anwesenheit von Andrea Milz, Staatsekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold Anna Katharina Bölling, Schul- und Sportdezernent Dr. Udo Witthaus und vielen weiteren Gästen wurde die neue Zweifach-Sporthalle der NRW-Sportschule am Helmholtz-Gymnasium sportlich eröffnet. Schulleiter Joachim Held und das Schulteam präsentierten die neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit. Schülerinnen und Schüler der NRW-Sportschule zeigten anhand verschiedenster sportlicher Vorführungen ihr Können und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der neuen Sportstätte.
Die neue Sporthalle besticht nicht nur durch ihre Größe mit ca. 3.500 m² Gesamtgrundfläche, sondern auch durch die vielfältigen Möglichkeiten an Räumen und Trainingseinrichtungen. In den neuen Räumlichkeiten sollen insbesondere die Schwerpunktsportarten der NRW-Sportschule Fechten und Trampolin (jeweils zugleich Landesleistungsstützpunkt), Basketball, Fußball, Volleyball und Trampolin abgedeckt werden. Das Gebäude ist aufgeteilt in eine teilbare Zweifachsporthalle mit über 900 m² (34x27 m, 7 m Deckenhöhe) und eine angegliederte Halle für den Trampolinsport (ca. 350 m², mit einer Deckenhöhe von 9 m). In der Trampolinhalle wurden vier große Trampoline (3x5 m) sowie eine professionelle Mess- und Videoanalyseeinheit zu Trainingszwecken fest eingebaut.
Zudem stehen den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften bzw. Trainerinnen und Trainern ein auf den Leistungssport ausgerichteter Kraftraum, ein Physiotherapieraum sowie weitere Übungs-, Schulungs- und Mehrzweckräume, Umkleiden und Sanitärräume zur Verfügung.
Um die Bedarfe und den intensiven Trainingsplan der Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler der NRW-Sportschule insbesondere in den Schwerpunktsportarten Basketball, Volleyball und Trampolin auch zukünftig gewährleisten zu können, war ein Neubau einer Sportstätte unumgänglich. Gut zwei Jahre (Baubeginn Sommer 2021) hat die Fertigstellung dieser Sportstätte gebraucht.
Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz, zeigt sich begeistert: „Die neue Sporthalle am Helmholtz-Gymnasium ist ein Paradebeispiel für die maßgeschneiderten Bedürfnisse verschiedener Sportarten. Hier haben Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler die Möglichkeit, individuell gefördert zu werden und eine perfekte Verbindung zwischen schulischen und sportlichen Zielen zu schaffen.“
Zur Finanzierung wurde von der Stadt Bielefeld 2017 eine Projektförderung für Investitionsmaßnahmen an herausragenden Sportstätten beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Der Zuwendungsbescheid in Höhe von über 4,4 Millionen Euro erfolgte im Jahr 2018. Die Baukosten haben insgesamt 9,4 Millionen Euro betragen. Die Planung und die Begleitung der umfangreichen Baumaßnahme übernahm der Immobilienservicebetrieb der Stadt Bielefeld.
Das Helmholtz-Gymnasium als NRW-Sportschule
Im interkommunalen Verbund mit dem Königin-Mathilde-Gymnasium Herford und der Theodor-Heuss-Realschule Sennestadt wurde dem Helmholtz-Gymnasium zum Schuljahr 2016/2017 der Titel „NRW-Sportschule“ verliehen. Sie gehört damit zum Kreis von 18 NRW-Sportschulen im Land Nordrhein-Westfalen. Talentierte Nachwuchssportlerinnen und -sportler werden am Helmholtz-Gymnasium ganzheitlich auf die Anforderungen des Spitzensports vorbereitet. Das städtische Gymnasium setzt dabei auf eine enge Verknüpfung leistungssportlicher Ziele im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrags der jeweiligen Schulform. Neben den sportlichen Erfolgen sollen auch bestmögliche Schulabschlüsse erreicht werden.
Die drei Verbundschulen bieten dabei unterschiedliche Schwerpunkte an. Am Helmholtz-Gymnasium liegen diese auf den Sportarten Fußball, Basketball, Fechten, Volleyball und Trampolinturnen. Willkommen sind jedoch alle sportbegeisterten Kinder und Jugendlichen, auch wenn der sportliche Schwerpunkt nicht in einer der Schwerpunksportarten liegt. In den Klassen 5-7 stehen fünf Wochenstunden Sportunterricht in der Stundentafel, die sich sowohl am allgemeinen Lehrplan als auch an den Leitlinien der athletischen Grundausbildung sowie der Schwerpunktsportarten ausrichten. Diese Stunden werden häufig von lizensierten Trainerinnen und Trainern der kooperierenden Vereine begleitet. Ab Klasse 8 erhalten Schülerinnen und Schüler, die für eine leistungssportliche Entwicklung geeignet sind, in Absprache mit den Kooperationsvereinen die Möglichkeit eines regelmäßigen Trainings auch während der Unterrichtszeiten. Alle Nachwuchssportlerinnen und -sportler erhalten bei Bedarf ergänzende, unterstützende und nachbereitende außerunterrichtliche pädagogische und fachliche Betreuung.
Das pädagogische Leitbild der NRW-Sportschule
Im Verbundsystem der NRW-Sportschule Bielefeld/Herford werden talentierte Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler ganzheitlich auf die Anforderungen und Auswirkungen des Spitzensports vorbereitet.
So sollen junge Menschen auf ihrem Weg zur erfolgreichen Sportlerin und zum erfolgreichen Sportler mit dem Auftrag und den Möglichkeiten eines Gymnasiums bzw. einer Realschule unterstützt werden. So werden die bewusste, selbstständige und eigenverantwortliche Persönlichkeitsbildung als Grundlage und Voraussetzung sowohl für den größtmöglichen sportlichen Erfolg als auch für den bestmöglichen Schulabschluss verstanden. Für das Erreichen dieser Ziele und zur optimalen Förderung und Unterstützung arbeitet die Schule eng mit ihren Partnersportvereinen zusammen.
Bei Nachfragen zur NRW-Sportschule in Bielefeld können Sie sich an den Schul- und Sportdezernenten der Stadt Bielefeld Dr. Udo Witthaus (udo.witthaus@bielefeld.de, 0521 – 51 20 37) oder an den Schulleiter des Helmholtz-Gymnasiums Joachim Held (info@helmholtz-bi.de, 0521 – 51 23 96) wenden.