Besonders fasziniert Patrice die Vielseitigkeit seines Sports: „Klettern ist immer individuell. Beim Fußball hast du den Platz, den Ball und das Tor - das ist immer irgendwie gleich. Aber beim Klettern gibt es unterschiedliche Boulder beziehungsweise Routen, das ist immer individuell und abwechslungsreich. Deswegen wird es nie langweilig.“, erklärt Patrice. Um sich optimal auf Wettkämpfe vorzubereiten, trainiert der Nachwuchsathlet regelmäßig in verschiedenen Hallen in ganz NRW. Die unterschiedlichen „Schraubstile“ der Routenbauer helfen ihm dabei, sich auf wechselnde Anforderungen einzustellen. Sein sportliches Zuhause bleibt jedoch das Stuntwerk Köln-Mülheim, wo die Routen mehrmals pro Woche neu geschraubt werden.
Patrice tritt in der olympischen Kombination aus Boulder und Lead an. Während beim Bouldern an vergleichsweise niedrigen Wänden ohne Seilsicherung vor allem Maximalkraft gefragt ist, stehen beim Lead an bis zu 25 Meter hohen Wänden Ausdauer und Konzentration im Vordergrund. Besonders das Bouldern hat es ihm angetan, da es aus seiner Sicht noch abwechslungsreicher ist.
Schon früh sammelte Patrice außergewöhnliche Erfahrungen außerhalb des Wettkampfsports. Im Alter von acht Jahren war er in der ARD-Show „Klein gegen Groß“ zu sehen, als er im Sprossenklettern gegen den ehemaligen Zehnkampf-Europameister Arthur Abele antrat - und gewann. Rückblickend erklärt Patrice seinen Erfolg mit den unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen: „Abele wiegt irgendwie 90 Kilogramm, alles Muskeln, aber eher in den Beinen. Ich dagegen bin als Kletterer eher auf die Arme spezialisiert. Daher war das eigentlich klar, dass ich gewinne.“
Auch sportlich konnte Patrice bereits einige Erfolge feiern. Ende Februar 2026 belegte er Platz drei bei den NRW-Landesmeisterschaften sowie Rang zwei bei den Offenen Landesmeisterschaften Rheinland-Pfalz Anfang März. Eine Teilnahme an internationalen Wettkämpfen steht für in Zukunft an, langfristig träumt er von einem Start bei einem Weltcup.