Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele als nationale Aufgabe: KölnRheinRuhr steht geschlossen hinter der gemeinsamen Bewerbung für Deutschland

Ministerpräsident Wüst: Wir werden die Bewerbung für Deutschland mit voller Überzeugung und aus ganzer Kraft unterstützen

26.09.2026

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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag, 26. September 2026, in Baden-Baden entschieden, mit München in den internationalen Wettbewerb um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu gehen. Bei der vorgehenden Evaluierung der Konzepte durch die Experten des DOSB waren die Bewerbungen KölnRheinRuhr und Bayern beide gleichrangig mit der Bestnote „sehr gut“ bewertet worden. In dem engen Rennen auf Augenhöhe entschieden final die 144 Stimmberechtigten des DOSB. Neben KölnRheinRuhr und Bayern hatten sich ursprünglich auch Berlin und Hamburg um die Ausrichtung der Spiele beworben. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Entscheidung für München als deutschen Bewerber um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044 ist eine gute Nachricht für den Sport in Deutschland. Wir haben von Anfang an deutlich gemacht: Es ist eine nationale Aufgabe, Olympische und Paralympische Spiele nach Deutschland zu holen. Dafür kämpfen wir. Damit Deutschland erfolgreich ist, muss die beste Bewerbung für den weiteren internationalen Prozess Deutschland in der Welt vertreten. KölnRheinRuhr hat seine Hausaufgaben gemacht und eine exzellente Bewerbung vorgelegt, am Ende entscheiden Nuancen. Meinen herzlichen Glückwunsch an den Gewinner. Wir werden die Bewerbung für Deutschland mit voller Überzeugung und aus ganzer Kraft unterstützen. Die sportliche Zukunft der Jugend ist der Wesenskern der olympischen und auch der paralympischen Idee. Wir müssen die Spiele so gestalten, dass eine ganze Generation auf dieses Ereignis hinfiebert und während der Spiele eine weitere Generation von Kindern und Jugendlichen für den Sport begeistert wird. Am Ende steht KölnRheinRuhr geschlossen für Deutschland und die gemeinsame Bewerbung, die unser Land jetzt braucht.“

KölnRheinRuhr war mit einem einzigartigen Bewerbungskonzept mit 15 Kommunen und Köln als Leading City angetreten und hatte das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele vor Rekordkulissen mit bis zu 17,6 Millionen Tickets gemacht. Das Konzept war über Monate in enger Abstimmung mit den Sportfachverbänden, den Athletinnen und Athleten, dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen, dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen und vielen weiteren Partnerinnen und Partnern kontinuierlich weiterentwickelt worden. 

Torsten Burmester, Oberbürgermeister der Stadt Köln als Leading City: „Herzlichen Glückwunsch an München. Der DOSB hat eine Entscheidung getroffen, und die respektieren wir selbstverständlich. Ab heute haben wir einen deutschen Bewerber. Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln und München für die bestmöglichen Chancen im internationalen Wettbewerb zu unterstützen. Denn unser gemeinsames Ziel bleibt, Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland zu holen.

 

KölnRheinRuhr hat mit großer Leidenschaft für seine Idee von nachhaltigen, inklusiven und mitreißenden Spielen gekämpft. Mein besonderer Dank gilt dem Land Nordrhein-Westfalen, unseren Partnerstädten, dem organisierten Sport, unseren Partnern aus Wissenschaft, der Wirtschaftsinitiative und den vielen Menschen, die diesen Weg mit unermüdlichem Einsatz mit uns gegangen sind. Sie alle haben gemeinsam etwas geschaffen, auf das wir stolz sein können.

 

Noch vor weniger als einem Jahr hätten uns nur wenige zugetraut, ein hervorragendes Konzept auf hohem internationalem Niveau einzureichen. Wir waren auf Augenhöhe mit München, am Ende haben Nuancen entschieden. Was mir besonders wichtig ist: Dieser Weg endet für Köln heute ausdrücklich nicht. Die Bewerbung hat in unserer Stadt etwas ausgelöst. Sie hat Menschen zusammengebracht, neue Partnerschaften geschaffen, Ideen hervorgebracht und eine Aufbruchstimmung für den Sport erzeugt.

 

Wir werden den Rückenwind nutzen, um Köln als Sportstadt weiterzuentwickeln. Unser langfristiges Ziel ist, dass Bewegung nicht mehr als einzelnes Angebot wahrgenommen wird, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des Lebens – vom Spitzensport bis zum Sportverein im Veedel, von unseren Sportstätten bis zu niedrigschwelligen Angeboten für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Stadtsportbund und weiteren Partnern haben wir dafür erste Ideen entwickelt. Mit ‚Veedel in Bewegung‘ wollen wir einen Prozess anstoßen, der Sport, Gesundheit und Begegnung noch stärker dorthin bringt, wo die Menschen leben.“

Die Unterstützung und Begeisterung für die Bewerbung KölnRheinRuhr war im ganzen Land riesig. Bereits bei den Ratsbürgerentscheiden im April 2026, der größten Abstimmung in der olympischen Geschichte, hatten sich 66 Prozent der Bürgerinnen und Bürger klar dafür ausgesprochen, dass ihre Kommune Teil der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr sein soll. Am Konzept beteiligte Städte waren neben Köln als Leading City Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim und Wuppertal zudem Rostock-Warnemünde und Markkleeberg. 

Sportstrategie – Dauerhafter Mehrwert für das Land

Die Bewerbung um die Austragung der Spiele hat bereits jetzt einen großen Schub für den Breitensport im Sportland Nummer 1 ausgelöst, der nachhaltig wirkt und einen dauerhaften Mehrwert darstellt. Mit der Sportmilliarde hat die Landesregierung das größte Investitionsprogramm für den Sport in der Geschichte des Landes aufgelegt. Das Land investiert damit rund eine Milliarde Euro in die Modernisierung, die Sanierung und den Neubau von kommunalen und vereinseigenen Sportstätten sowie Schwimmbädern. Damit ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland, das mit Abstand die meisten Fördermittel für die sportliche Infrastruktur zur Verfügung stellt – für Vereine, Trainerinnen und Trainer, Übungsleiter, kommunale Sportstätten und Bäder. Das stärkt die Sportlandschaft im Land auch weiterhin nachhaltig. Mit der 10-Punkte-Offensive für den Para Sport geht Nordrhein-Westfalen zudem bei Inklusion und Barrierefreiheit voran und sorgt für Teilhabe und selbstverständliches Mitdenken des Para Sports. Auch das unabhängig von den Spielen. 

Nächster Schritt: Internationale Bewerbung

Mit der Entscheidung des DOSB ist der nationale Auswahlprozess abgeschlossen. Der deutsche Bewerber wird nun gemeinsam mit dem DOSB, dem Bund und den weiteren Partnerinnen und Partnern die deutsche Bewerbung für das internationale Verfahren weiterentwickeln. KölnRheinRuhr wird den Prozess mit voller Überzeugung und aller Expertise unterstützen. Im März 2027 entscheidet sich dann, ob Deutschland in den so genannten „Strategic Dialogue“ mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eintritt. Diese Phase bietet dem ausgewählten Bewerber die Möglichkeit, das Konzept im engen Austausch mit dem IOC weiterzuentwickeln und auf die internationalen Anforderungen auszurichten. Die Vergabe der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036 ist nach aktuellem Stand für 2029 vorgesehen.