NRW-Zuwachs beim Deutsche Sportabzeichen als Motor für Bewegung und Gemeinschaft

 

SSB Hamm und KSB Borken an der Spitze – 100-jähriger Johann Otte als ältester Teilnehmer ausgezeichnet

Sechs Personen halten einen Banner auf einer Bühne

Mit einem Plus von 10.800 Auszeichnungen haben sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen in 2025 wieder verstärkt dem Deutschen Sportabzeichen gewidmet, das seit Jahrzehnten für Fitness, Vielseitigkeit und persönlichen Ehrgeiz steht. Insgesamt kommt NRW in der aktuellen Statistik auf 157.720 verliehene Fitnessorden, ein Zuwachs von 7,36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die abnahmestärksten Altersklassen bildeten Kinder im Alter von acht und neun Jahren sowie Erwachsene zwischen 55 und 59 Jahren. „Das Deutsche Sportabzeichen zeigt eindrucksvoll, dass Bewegung keine Frage des Alters ist und bleiben wird. Es begleitet Menschen oft über einen langen Zeitraum und motiviert dabei immer wieder aufs Neue, aktiv zu bleiben sowie persönliche Ziele zu erreichen“, betont Dr. Eva Selic, Vizepräsidentin Breitensport beim Landessportbund NRW. „Gerade diese besondere Bindung und die individuelle Entwicklung machen den besonderen Wert des Sportabzeichens aus, das zugleich für Gemeinschaft und Teilhabe steht.“

Vor diesem Hintergrund würdigte der Landessportbund NRW am 03. Juli (Freitag) im GOP-Varieté in Münster die beeindruckenden Leistungen des Sportabzeichen-Jahres 2025. Im feierlichen Rahmen ehrten neben LSB-Vizepräsidentin Dr. Eva Selic auch Andrea Milz (Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen), LSB-Vorstand Tobias Knoch sowie Tilman Fuchs (Oberbürgermeister der Stadt Münster) zahlreiche engagierte Sportlerinnen und Sportler sowie die erfolgreichsten Stadt- und Kreissportbünde.

Ein besonders bewegender Moment des Tages war die Ehrung von Johann Otte durch NRW-Staatssekretärin Milz. Der 100-Jährige ist bundesweit der älteste Absolvent des Deutschen Sportabzeichens. Im Jahr 2025 legte er bereits zum 60. Mal erfolgreich das Sportabzeichen ab und hat darüber hinaus schon Leistungen für das darauffolgende Abzeichen erbracht. Andrea Milz: „Diese wirklich absolut außergewöhnliche Leistung kann als inspirierendes Beispiel dafür dienen, wie regelmäßige Bewegung Menschen in jeder Lebensphase stärken und begleiten kann.“

Die NRW-Bilanz verzeichnet übrigens exakt 3.102 Zahlträgerinnen und Zahlträger. Darunter versteht man Sportlerinnen und Sportler, die das Deutsche Sportabzeichen mindestens zehnmal erfolgreich abgelegt haben und dies in fortlaufenden Fünferschritten fortsetzen. Zu diesen besonders treuen Absolventinnen und Absolventen zählen unter anderem: Frauke Hein (Recklinghausen), Fritz Dreier (Oberberg), Karl-Heinz Foerster (Heinsberg) und Helga Tiemann (Minden-Lübbecke) mit jeweils mittlerweile 65 Sportabzeichen. Noch größere Kontinuität bewiesen Peter Hestermann (Bonn) und Inge Oriwol (München/Bielefeld), die sich die bedeutendste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports bereits zum 70. Mal erfolgreich sicherten.

Insgesamt erreichten 131 Sportlerinnen und Sportler im Jahr 2025 ihr 50., 55., 60., 65. oder 70. Sportabzeichen als offenes Angebot: Die Urkunde kann bereits ab dem sechsten Lebensjahr einmal im Jahr erworben werden und ist für alle zugänglich - unabhängig von individuellen Voraussetzungen oder sportlichem Hintergrund.

Auch im Bereich der Inklusion setzt das Sportabzeichen ein starkes Zeichen: Insgesamt 1.008 Abzeichen wurden an Menschen mit Behinderungen verliehen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Teilhabe im Sport. Die langfristige Entwicklung unterstreicht die Erfolgsgeschichte in Nordrhein-Westfalen: Seit 1950 wurden insgesamt 11.862.439 Sportabzeichen verliehen.