Landesregierung ernennt 14 Grundschulen zu „NRW-Sportgrundschulen“

Landesregierung ernennt 14 Grundschulen zu „NRW-Sportgrundschulen“

Die Landesregierung hat am Montag, 7. September 2026, 14 Grundschulen mit Wirkung zum Schuljahresbeginn 2026/2027 als „NRW-Sportgrundschulen“ ausgezeichnet. Mit dem Zertifikat werden Schulen gewürdigt, die Bewegung und Sport in besonderer Weise in ihren Schulalltag integrieren, sportliche Talente frühzeitig erkennen und fördern sowie eng mit Sportvereinen und weiteren Partnern des organisierten Sports zusammenarbeiten.

Mit der Auszeichnung stärkt die Landesregierung die sportliche Förderung bereits im Grundschulalter. Kinder sollen unabhängig von ihrem jeweiligen Leistungsniveau Freude an Bewegung entwickeln und zugleich die Möglichkeit erhalten, ihre individuellen sportlichen Talente zu entdecken und weiterzuentwickeln. Besonders talentierte Schülerinnen und Schüler können über die enge Zusammenarbeit von Grundschulen, NRW-Sportschulen und Sportvereinen gezielt an die Strukturen des organisierten Sports herangeführt und auf ihrem weiteren sportlichen Weg begleitet werden. Die NRW-Sportgrundschulen sind Teil der Strategie der Landesregierung, Bewegung und Sport an Schulen weiter zu stärken und sportliche Talente frühzeitig zu fördern. Dies ist auch Kernbestanteil des Konzepts der Bewerbung KölnRheinRuhr um Olympische und Paralympische Spiele, um nachhaltige Impulse für den Sport und Bewegung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu setzen.

Staatssekretär Dr. Urban Mauer: „Bewegung und Sport sind ein wichtiger Teil von Schule. Der Sportunterricht und weitere Angebote an Schulen sollen Kindern Freude an Bewegung vermitteln und stärken zugleich ihre sozial-emotionalen Kompetenzen. Im Sport erlenen Kinder neben motorischen Kompetenzen auch Fähigkeiten wie Selbstregulation, Zusammenarbeit im Team und Konfliktfähigkeit – und damit wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Bildungsweg. Die NRW-Sportgrundschulen haben Sport- und Bewegungsangebote fest in den Schulalltag integriert. Sie entdecken besondere Sporttalente, fördern sie gezielt und bereiten sie auf den Übergang in eine weiterführende NRW-Sportschule vor. Damit ebenen sie den Weg junger Menschen in die weitere sportliche Förderung.“

„Die zertifizierten Sportgrundschulen punkten unter anderem mit zusätzlichen Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote, regelmäßigen Talentidentifikationsmaßnahmen, der Teilnahme an regionalen und/oder überregionalen Schulsportwettbewerben und -wettkämpfen und durch die Zusammenarbeit mit lokalen Sportvereinen“, hebt Staatssekretärin Andrea Milz hervor.

Die 90 Kooperationsgrundschulen der insgesamt 18 NRW-Sportschulen waren vor den Sommerferien eingeladen worden, sich um die Zertifizierung als „NRW-Sportgrundschule“ zu bewerben. Eine Auswahlkommission hat die eingereichten Bewerbungen anhand festgelegter Kriterien bewertet. Die Staatskanzlei hat daraufhin gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen zunächst folgende 14 Grundschulen ausgezeichnet:

• Wilhelm-Oberhaus-Schule, Herford
• GSV Wellensiek-Hoberge-Uerentrup, Bielefeld
• Regenbogenschule, Bochum
• Grundschule Dahlhausen, Bochum
• Dietrich-Bonhoeffer-Schule, Bochum
• KGS Bernhardschule, Bonn
• Regenbogenschule, Dormagen
• GGS Otfried Preußler, Duisburg
• Grundschule Krähenbüschken, Mülheim an der Ruhr
• Hölterschule, Mülheim an der Ruhr
• GGS Beckrath, Mönchengladbach
• GGS Bergisch Neukirchen, Leverkusen
• GGS Theodor-Fontane, Leverkusen
• Grundschule Weyer, Solingen

Die NRW-Sportschulen haben an ihren Standorten jeweils Kooperationen mit fünf Grundschulen aufgebaut. Ziel ist es, Kindern frühzeitig qualifizierte zusätzliche Bewegungs- und Sportangebote zu machen, sportliche Talente zu erkennen und diese gezielt zu fördern. Dafür arbeiten NRW-Sportschulen, Grundschulen, Sportvereine und Sportverbände eng zusammen. Sportlehrkräfte sowie Trainerinnen und Trainer übernehmen dabei eine wichtige Rolle bei der Talentsichtung und -förderung. Sie können sportlich begabte Kinder an geeignete Vereine vermitteln und sie gemeinsam auf ihrem weiteren Weg begleiten.

Damit besteht an allen wichtigen Leistungssportstandorten in Nordrhein-Westfalen eine Förderstruktur, die bereits in der Grundschule ansetzt. Sie ermöglicht Kindern den Zugang zu qualifizierten sportlichen Angeboten und schafft für besonders talentierte Schülerinnen und Schüler einen durchgängigen Weg von der Grundschule über den Verein bis hin zur weiteren schulischen und leistungssportlichen Förderung.

Aufgrund der zahlreichen weiteren Bewerbungen von Kooperationsgrundschulen ist voraussichtlich im Herbst eine weitere Zertifizierungsrunde für „NRW-Sportgrundschulen“ vorgesehen.